Kuss

Es fing damit an, dass Omas, Tanten, Großtanten und deren Freundinnen, alles „gestandene“ Frauen, mit dem Ausruf „Ist er nicht süß?“ dem damals in seinem Kleinkindalter befindlichen Herrn Schobermann mit feucht-nassen Küssen bedachten, an welcher Körperstelle sie ihn auch immer erwischten.
„Komm‘ mal zu mir, mein Helmütchen, mein Mütchen“, und was sie ihm sonst noch an Verzärtelungen an den Kopf geworfen hatten. Daher riss der kleine Helmut künftig immer aus, sobald er ihner gewahr wurde. Weiterlesen

Orangerie

Herrn Schobermanns ganze Liebe gilt dem Garten. Er war dabei, eine „Orangerie“ zu errichten, wie sein Sohn in üblicher humorvoll-kaberettistischer Weise ein „Treibhaus“ formuliert.

Herr Schobermann wusste gar nicht, wie schwer es ist, ein Gewächshaus aufzustellen.
Die Alu-Rohr-Konstruktion sah schon mal schick aus, glänzte silbern in der Sonne und machte dem Konstrukteur Mut, an die Sache heranzugehen.
Die Zeichnungen fand er hervorragend! Weiterlesen

Blick zurück eines – nicht vom Leben verbitterten – älteren Herrn

Die Gesellschaft in den wohlhabenden und besonders dichtbevölkerten Industrieländern hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg nicht allein durch Automatisierung und Digitalisierung total verändert.

Alle Menschen sind neugierig auf Vielfalt (Vielfältigkeit) und stellen dabei ihr eigenes Ego in den Vordergrund. Vielfalt können besonders Senioren nur schwer ertragen. Sie müssen oder wollen die Vielfalt ja auch seelisch verarbeiten können. Weiterlesen

Humor ist die beste Medizin – gegen Viren

(Eine Betrachtung über die Pandemie und einige ihrer Begleiterscheinungen)

In Zeiten des Coronavirus sind derzeit irgendwie alle völlig von der Rolle! Das öffentliche Leben steht still.Grenzen sind dicht. Kontakte sollten erheblich aus Sicherheitsgründen eingeschränkt sein.

Herr Schobermann resümiert: „Wir fassen uns nicht mehr an.Wir reden nicht mehr miteinander.Wir sitzen nur noch da und gucken stumm vor uns hin. Beschützt von meterhohen Wänden aus gehamstertem Klopapier.“ Weiterlesen

Ich seh‘ vor lauter Bäumen mein Auto nicht!

Waren das noch Zeiten, als es weder eine Hintertor-Kamera noch Videoassistenten oder einen vierten neutralen Beobachter gab!!
Als eine Ballrückgabe zum eigenen Torwart noch nicht mit einem indirekten Freistoß im Sechzehnmeterraum geahndet wurde!
Als Publikum und Spieler neben dem Platz direkten Körperkontakt hatten!

Fußball-Schiedsrichter bleiben dennoch immer eine besondere Personengruppe für sich,
behauptete Herr Schobermann später.
Sie üben Autorität aus und sind der Inbegriff der Souveränität, genießen den Schutz der örtlichen Behörden und vor allem die Gastfreundschaft des jeweiligen Vereins, bei dem sie kraft ihres Amtes auftreten. Weiterlesen