Archiv der Kategorie: Kurzgeschichten

Der Klassenfeind

Mich schrecken Nachnamen wie Feind und Bauernfeind, aber auch Knecht, Wagenknecht, Ochsenknecht, Frauenknecht, Lieberknecht. Liebknecht, Leibknecht.
Schon im 2. Weltkrieg wurde uns Kindern in Kinderbüchern und im Vorspann im Kino der Foxtönenden Wochenschau suggeriert, wir seien die Herrenrasse und Andere hätten nur das Recht zu leben, indem sie unsere Knechte wären.

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Die schlaue Dana

„Ein Euro sind doch gar nichts wert!“ rief Dana (10) ihrem Opa zu.
„Dafür kann ich mir ja nicht mal ein Päckchen Tickers¹), ein Milchshake oder einen Burger kaufen!“
„Du sollst ja auch nicht so viel naschen. Außerdem sind viel Zucker und viel Fastfood ungesund.“
„Was hat das denn mit dem einen Euro zu tun? Ein Euro bleibt ein Euro!““
Der Opa musste ihr Recht geben. Er hätte über den Wert des Geldes sprechen und sie nicht ermahnen sollen.

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Wespen II – die Kapitulation

Wespen- Wahnsinn 

In der ersten Wespen-Kurzgeschichte wird beschrieben, wie die Menschen die gefährlichen Stech-Insekten noch bekämpft haben.

Das war falsch.

Die Menschen sind dank der Wespen zu einer anderen, humaneren Denkweise gekommen. Die Wespen sind dabei, die Weltherrschaft zu übernehmen. Mit einem Dekret an die Menschen setzten sie damit ein Signal:

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Katzen-Regeln

Katzen sind eigenständige Wesen , deren Individualität über Alles geht.
Grundsätzlich setzen sie ihren Willen durch und gehen eigene Wege.
Auf Dialoge mit Menschen lassen sie sich nur ein, wenn sie gestreichelt werden.
Fühlen sie sich aber kritisiert, laufen sie hocherhobenen Hauptes als „beleidigte Leberwurst“ einfach davon.

Sie halten sich nur an ihre eigenen Statuten.
Für ihre Artgenossen und -genossinnen benötigen sie keinen Aushang und keine „Katzenschule“. Ihre Regeln sind in ihnen instinktiv drin!

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Ein Meister der Improvisation

Man sagt öfter, Frauen können gut improvisieren und denken und handeln spontan,
während Männer akribisch planen und ihre Freude daran haben, wie langsam aus einer
Idee ein Objekt, eine Konstruktion, ein Mechanismus entsteht, der am Ende auch noch funktioniert.
Das kann unter Umständen Jahre dauern, was die ungeduldige Vertreterin weiblichen Geschlechts dazu veranlasst,
zu verallgemeinern:
„Ach, mein Mann! Meinen Sie d e n ? Der fängt alles an und kriegt nicht mal eine Sache richtig fertig!“
Frauen sollen angeblich zehn Dinge auf einmal bewältigen können.
Detlef rief am Freitag an, er möchte uns am darauf folgenden Samstag zu seinem 62. Geburtstag einladen.
Frau Schobermann jammerte: „Er ist der einzige Bruder, den ich noch habe! Er war immer das verhätschelte verzärtelte Nesthäkchen der Familie.
Ich m u s s ihn sehen.“

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