Da bahnt sich was an! – Redewendungen, Folge 1

Hallo!  Hier ist Helmut!

Helmut hat eine Entdeckung gemacht!

Zumindest glaubt er, dass er folgende Erkenntnis gewonnen hat:

In fast jeder Lebenssituation oder in einem Sprachbereich unserer bunten Welt ist mindestens eine R e d e w e n d u n g als Lebensweisheit und Lebenserfahrung vorhanden.

Und noch etwas:

Jedem dieser Bereiche liegen außerdem ein Witz, eine Anekdote, eine Episode aus der Geschichte, ein bekanntes Zitat oder gar eine weise Erkenntnis als Spruch zugrunde.

So eine Weisheit wäre zum Beispiel:

 

>„Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu!“ sagte Mäxchen Krause und weigerte sich, seinen jüngeren Bruder zu waschen.<  Bezugspunkt wäre „waschen“ gewesen.

 

Ein Witz als Anekdote aus der Geschichte wäre:

 

>Ein General verweigerte einmal Napoleon Bonaparte einen Befehl. Dieser sah ihn lange an, dann sprach er:

„Ich bin zwar einen Kopf kleiner als Sie, aber wenn Sie noch einmal einen meiner Befehle missachten, werden wir beide die gleiche Körpergröße haben!“<

 

Als Ausgangspunkt dieses Zitates hätten hierbei als Bezug „der Befehl“, „befehlen“ oder „einen Kopf kürzer machen“ sein können.

 

In jedem der verschiedenen Sprachräume gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Sprache ist Spannung pur. Sie lebt vom Verb und dieses wieder von der Redewendung, die im übertragenen Sinn, manchmal sogar „um die Ecke gedacht“, gemeinsam mit ihren Synonymen spannend wirkt wie ein Krimi.

 

An dieser Stelle „bahnt sich“ im wahrsten Sinne des Wortes „etwas an“.

Die Redensart bezieht sich auf die Grundbedeutung von „Bahn“: Einschlagfläche im Wald (auch: Windbahn), „Bahn“ im Sinne von „geebneter Weg“ findet sich in zahlreichen deutschen Wortbildungen wie Wildbahn, Rennbahn, Eisbahn, und Eisenbahn. Als Bahn gilt schließlich auch die (Kampf-) Bahn der Ritter, d. h., der Turnierplatz. Auch die Raketenflugbahn oder die Flugbahn einer Gewehrkugel. sind in Bahnen genannt. Nicht zu vergessen die Kreisbahnen der Gestirne im Weltall.

In vielen Redensarten wird die Bahn als Beispiel im Sinne eines geraden, geordneten, gewohnten Lebensweges oder eines geplanten Verlaufes einer Unternehmung verwendet, der durch ungünstige Ereignisse gestört werden kann

Wo Licht ist, gibt es bekanntlich eine „schattige Seite“.

Denn wer auf die schiefe Bahn gerät, dessen Leben befindet sich garantiert in einer Schieflage

Am meisten wird das Anbahnen als der Beginn einer Liebesbeziehung angesehen.

Gibt es etwas Romantischeres, als wenn zwei Herzen zueinander finden?

Hierbei wird die Bahn gern beispielhaft als ein Weg herangezogen, bei der dem „die Bahn“ geebnet wird. So kann die Bahn sowohl als eine Spur als auch als ein Fahrzeug für die Grundlage für günstige Bedingungen angesehen werden.

 

Es gibt sehr viele Witze über die Bahn oder in Verbindung mit der Bahn.

Für einen Witz hat sich der Autor entschieden:

 

 

Zwei Betrunkene wanken auf den Bahngleisen nach Hause.
„Die Treppe hört wohl nie auf!“ flucht der Eine.
Darauf der andere: „Wenn nur das Geländer nicht so niedrig wäre!“

 

 

 

Anmerkung des Autors:

1.

Erste Geschichte unter „Redewendungen“. Es folgen weitere nummerierte Fortsetzungen.

Jeder der folgenden Redewendungen (RW) geht die Erklärung „Prolog“ voraus, die unter www.maulwurfstrategien.de eingesehen werden kann.

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